Schul­aktivitäten

Schule ist weit mehr als nur Unterricht. Potenziale, Persönlichkeit, Selbstständigkeit und das Engagement für die Gesellschaft entwickeln sich vorwiegend außerhalb des Regelbetriebs. Viele Schulen bieten ihren Schüler*innen deshalb ganz unterschiedliche zukunftsfähige Projekte zu Themen wie neue Arbeitswelten, Klimaschutz oder Demokratie an, die sie gemeinsam mit Partnerorganisationen aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft umsetzen.

Detaillierte Informationen zu Leitbildern, der Anzahl der Schüler*innen und Lehrer*innen, Partnerschaften und angebotenen Schulaktivitäten pro Schulen finden Sie auf den Schulprofilen für knapp 3.000 Schulen.

Zu den Aktivitäten, Projekten und Partnerschaften liegen derzeit nur Daten aus Berlin und Sachsen vor. Daher beschränken sich unsere Informationen auf diese Länder.

Schulaktivitäten in Berlin

Die meisten Schulen bieten durchschnittlich acht Aktivitäten und Projekte zu mindestens vier verschiedenen Themen an.

413 der knapp 800 allgemeinbildenden Schulen in Berlin kommunizieren ihre Projekte und Aktivitäten an die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie. Insgesamt bieten sie über 3.300 Aktivitäten zu den Themen Umwelt, Sport, Musik und Tanz, Gesellschaft und Partizipation, Literatur und Medien, Handwerk, Kunst und Kultur, Naturwissenschaft und Technik, Berufsorientierung und Sprachen an.

Sportliche Aktivitäten am meisten neben dem Unterricht gefördert.

In Berlin liegen die meisten Angebote im sportlichen Bereich mit 86%, gefolgt von den musikalischen, die an rund 76% der Schulen angeboten werden. Etwas mehr als die Hälfte (52 %) der Schulen bieten Aktivitäten mit künstlerischem bzw. kulturellen Bezug an. Nach unserer Datengrundlage bietet nur ein geringer Anteil der Schulen (5%) ihren Schüler*innen berufsorientierte Angebote an.

Auf den einzelnen Schulprofilen sehen Sie, welche Aktivitäten und Projekte die Schulen für ihre Schüler*innen bereithalten.

Verteilung von angebotenen Schulaktivitäten in Berlin
von
Schulen

Quelle: Daten der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie.

Partnerschaften in Berlin

411 der knapp 800 allgemeinbildenden Schulen in Berlin kommunizieren ihre Partnerschaften an die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie. Insgesamt gehen diese Schulen knapp 3.000 Partnerschaften mit externen Organisationen ein, darunter mit gemeinnützigen sowie privatwirtschaftlichen Akteur*innen und Akteur*innen aus dem öffentlichen Sektor, Partnerschulen, Verbänden und religiösen Einrichtungen. Durchschnittlich kommen sieben Partnerschaften in knapp drei Themengebieten auf eine Schule.

Die meisten Partnerschaften liegen im gemeinnützigen Bereich.

1.119 und damit die meisten Projektpartner aller allgemeinbildenden Schulen kommen aus dem gemeinnützigen Bereich (38%), gefolgt von 888 Partnerorganisationen aus dem öffentlichen (30%) und 534 aus dem wirtschaftlichen Bereich (18%). Weitere 246 (8%) Partnerschaften finden mit anderen Schulen statt, 42 (1%) mit religiösen Einrichtungen und 34 (1%) mit Verbänden, Kammern und Genossenschaften. 119 Partnerschaften (4%) konnten nicht eindeutig zugeordnet werden und fallen unter die Kategorie Unbestimmt.

Kooperationen mit gemeinnützigen Akteur*innen finden besonders an Grundschulen und Sekundarschulen statt.

In Berlin dominieren Kooperationen mit gemeinnützige Akteur*innen besonders an Grundschulen. So kommen auf eine Grundschule durchschnittlich drei Partnerschaften mit einer gemeinnützigen Organisation. Auf Sekundarschulen rund 3,5 Partnerschaften. Öffentlichen Akteur*innen sind besonders für Grundschulen mit durchschnittlich 2,5 Partnerschaften und Gymnasien mit durchschnittlich 2,3 Partnerschaften bedeutsam. Mit durchschnittlich zwei Partnerschaften pro Schule sind Akteur*innen aus dem Wirtschaftsbereich besonders an Sekundarschulen vertreten, gefolgt von durchschnittlich 1,6 Partnerschaften an Beruflichen Schulen.

Auf den Schulprofilen sehen Sie, mit welchen Partnern die jeweilige Schule kooperiert.

Partnerschaften in Berlin

Quelle: Daten der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie.

Schulaktivitäten in Sachsen

Die meisten Schulen bieten durchschnittlich zehn Aktivitäten und Projekte zu mindestens fünf verschiedenen Themen an.

1.206 der knapp 1.500 allgemeinbildenden Schulen in Sachsen kommunizieren ihre Projekte und Aktivitäten an das Statistische Landesamt Sachsen.Insgesamt bieten sie rund 11.600 Aktivitäten zu den Themen Umwelt, Sport, Musik und Tanz, Gesellschaft und Partizipation, Literatur und Medien, Handwerk, Kunst und Kultur, Naturwissenschaft und Technik, Berufsorientierung und Sprachen an.

Sportliche Aktivitäten am meisten neben dem Unterricht gefördert.

In Sachsen liegen die meisten Angebote im sportlichen Bereich mit 87%, dicht gefolgt von den musikalischen, die an rund 76% der Schulen angeboten werden. Knapp 800 der 1206 Schulen (66%) bieten Aktivitäten mit künstlerischem bzw. kulturellen Bezug an. Nach unserer Datengrundlage machen Aktivitäten im Umweltbereich den geringsten Anteil (27%) aus.

Auf den Schulprofilen sehen Sie, mit welchen Partnern die jeweilige Schule kooperiert.

Verteilung von angebotenen Schulaktivitäten in Sachsen
von
Schulen

Quelle: Daten des Statistischen Landesamts Sachsen.

Partnerschaften in Sachsen

1.100 der knapp 1.500 allgemeinbildenden Schulen in Sachsen kommunizieren ihre Projekte und Aktivitäten an das Statistische Landesamt Sachsen. Insgesamt gehen diese Schulen 7.200 Partnerschaften mit externen Organisationen ein, darunter mit gemeinnützigen sowie privatwirtschaftlichen Akteur*innen und Akteur*innen aus dem öffentlichen Sektor, Partnerschulen, Verbänden und religiösen Einrichtungen. Durchschnittlich kommen sechs Partnerschaften auf eine Schule.

Die meisten Partnerschaften liegen im öffentlichen Bereich.

2.693 und damit die meisten Projektpartner aller allgemeinbildenden Schulen kommen aus dem öffentlichen Bereich (37,5%), gefolgt von 2.328 Partnerorganisationen aus dem gemeinnützigen (32,5%) und dem wirtschaftlichen Bereich (12,3%). Weitere 439 (6,2%) Partnerschaften finden mit anderen Schulen statt, 132 (1,8%) mit religiösen Einrichtungen und 343 (4,8%) mit Verbänden, Kammern und Genossenschaften. 357 Partnerschaften (5%) konnten nicht eindeutig zugeordnet werden und fallen unter die Kategorie Unbestimmt.

Kooperationen mit gemeinnützigen Akteur*innen finden besonders an Sekundar- und Förderschulen statt.

In Sachsen dominieren Kooperationen mit gemeinnützige Akteur*innen besonders an Sekundar- und Förderschulen. So kommen auf eine Sekundarschule durchschnittlich drei Partnerschaften mit einer gemeinnützigen Organisation. Auf Förderschulen knapp 2,5 Partnerschaften. Kooperationen mit öffentlichen Akteur*innen sind für alle Schularten bedeutsam. Die höchste Anzahl an Kooperationen findet sich an Gymnasien mit durchschnittlich drei Partnerschaften wieder, die niedrigste an Beruflichen Schulen mit zwei Partnerschaften. Mit durchschnittlich 1,6 Partnerschaften pro Schule sind Wirtschaftsakteure besonders an Sekundarschulen vertreten.

Auf den Schulprofilen sehen Sie, mit welchen Partnern die jeweilige Schule kooperiert.

Partnerschaften in Sachsen

Quelle: Daten des Statistischen Landesamts Sachsen.

Bundesweite Bildungsprogramme

Schulen sind entscheidende Orte für die zukunftsfähige Entwicklung der Gesellschaft. Kooperationen sind eines der wichtigsten Merkmale der Entwicklung von Schulen. Viele Schulen nutzen dazu Bildungsprogramme außerschulischer Partner. Hier können die Schüler*innen ihre Potenziale erproben, erfahrungs- und handlungsorientiertes Lernen erfahren und selbst wirksam werden. Themen wie Demokratie, Nachhaltigkeit, Kultur oder Digitalisierung werden in den verschiedenen Kooperationen mit dem Schulleben verschränkt. Über die unmittelbare Beteiligung der Schüler*innen an der Ausgestaltung wichtiger gesellschaftlicher Herausforderungen wird die Schule zum Ort der gesellschaftlichen Entwicklung. Hier finden Sie eine Auswahl einiger bundesweiter Bildungsprogramme, die detaillierte Angaben zu den aktuell teilnehmenden Schulen anbieten.

Anzahl der teilnehmenden Schulen pro Bildungsprogramm

Quelle: Webseiten der bundesweiten Kooperationsprojekte, zu den Daten.

Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage: Eine Initiative von und für Schüler*innen, die sich gegen jede Form von Diskriminierung einsetzt.
Be Smart – Don’t Start: Ein bundesweiter Wettbewerb für Schulklassen gegen das Rauchen.
BildungsCent e.V.: Der Verein fördert mit vielfältigen Programmen eine neue und nachhaltige Lehr- und Lernkultur an Schulen.
NFTE: Das Network for Teaching Entrepreneurship bildet Lehrer*innen in Entrepreneurship Education aus.
Fairtrade-Schools: Die Kampagne verankert das Thema fairer Handel im Schulalltag.
Seniorpartner in School: Ehrenamtliche Schulmediator*innenen unterstützen Kinder und Jugendliche dabei, Konflikte selbst und gewaltfrei zu lösen.
Umweltschule in Europa - Internationale Agenda-21 Schule: Auszeichnung für umweltverträgliche Schulen, an denen Bildung für nachhaltige Entwicklung in Curriculum und Schulleben verankert wird.
UNESCO-Projektschulen: Das Netzwerk fördert Schulprofile, die an den Zielsetzungen der UNESCO mitwirken.